Forschungsinformationssystem (FIS) der Universität Paderborn
Das Forschungsinformationssystem (FIS) dient als zentrale Plattform für die Erfassung, Verwaltung und Außendarstellung von Forschungsinformationen nach KDSF. Derzeit umfasst das FIS den Bereich Projekte. Es wird sukzessive um weitere Bereiche ergänzt, z. B. Publikationen, Forschungsaktivitäten und Patente. Mit dem FIS schaffen wir eine qualitätsgesicherte Datenbasis über unsere Forschungsleistungen mit dem Ziel, Forschungserfolge besser sichtbar zu machen, die interdisziplinäre Vernetzung weiter zu stärken und das Berichtswesen zu vereinfachen. Das FIS unterstützt zudem die Digitalisierung von Prozessen, allen voran die Einführung der papierlosen Drittmittelanzeige.
Forschungsinformationen
Forschungsinformationen sind strukturierte Metadaten über Forschungsaktivitäten, -akteure und -ergebnisse einer Forschungseinrichtung. Sie umfassen die Bereiche:
- Beschäftigte und Aktivitäten
- Projekte und Drittmittel
- Publikationen
- Patente und Ausgründungen
- Preise und Auszeichnungen
- Forschungsinfrastruktur
- Promotionen und Habilitationen
Forschungsinformationen einer Institution können verschiedenen Zwecken dienen:
- Informationen für Forschende, Förderer, Politik und Öffentlichkeit über Forschungsergebnisse und -auswirkungen
- Grundlage für Forschungsevaluierung und evidenzbasierte Wissenschaftspolitik
- Überblick, Verwaltung, Bewertung und Weiterentwicklung des Forschungsportfolios von Institutionen
Das FIS der UPB beinhaltet derzeit den Bereich “Projekte und Drittmittel”. In halbjährlichen Updates werden neue Bereiche und Funktionen bereitgestellt.
Im Bereich Beschäftigte und Aktivitäten werden Informationen zu den Forschenden, wie beispielsweise ihre Fachbereiche, Forschungsgebiete und Engagements, aber auch Karrierewege, akademischen Abschlüsse und Beschäftigungsarten erfasst. Im FIS der UPB können Nutzer*innen zukünftig an dieser Stelle ihr Profil bearbeiten.
Im Bereich Projekte und Drittmittel werden Informationen zu zukünftigen, laufenden oder abgeschlossenen Projekten, einschließlich ihrer Ziele, Ergebnisse, Finanzierung und beteiligten Personen sowie Kooperationspartner erfasst. Im FIS der UPB können alle Arten von Projekten eingetragen werden, auch wenn sie nicht drittmittelfinanziert sind. Projekte sollten…
… ein Start- und Enddatum haben.
… eine (interne/externe) Finanzierung beinhalten.
… eine Projektleitung haben.
Folgende Zwecke können Projekten zugewiesen werden:
- Forschung
- Lehre
- Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs
- Transfer
- Sonstiger Zweck
Zukünftig können Projekte mit Publikationen und Patenten verknüpft werden, die aus ihnen entstanden sind.
Im Bereich Publikationen werden wissenschaftliche und künstlerische Arbeiten, wie bspw. Artikel, Konferenzbeiträge, Bücher, Ausstellungen und andere Publikationsarten, erfasst. Diese Informationen werden mit Metadaten zu Publikationstypen, Forschungsfeldern, Reviewverfahren, Zugangsrechten und weiteren Veröffentlichungsdaten versehen. Außerdem umfasst dieser Bereich Metadaten zu Konferenzen, Zeitschriften und Publikationsorganen. Im Forschungsinformationssystem (FIS) können Publikationen mit Autor*innen und Projekten verknüpft werden.
Im FIS der UPB wird dieser Bereich gerade unter Zusammenarbeit der UB und des FIS-Teams auf die Bedarfe der UPB konfiguriert und in einem der kommenden Updates veröffentlicht.
Patente und Ausgründungen sind wichtige Forschungsinformationen, die Aufschluss über die Innovationskraft und den Wissenstransfer aus der Wissenschaft geben. Im FIS werden sie jeweils eigene Bereiche bekommen.
Der Bereich Patente umfasst Patente, bei denen die UPB als Anmelderin fungiert und (Teil-)Inhaberin ist. Es werden Daten zur Anmeldung, Forschungsfeldern, Erfinder*innen und Verwertung erfasst.
Im Bereich Ausgründungen werden Daten zur ausgegründeten Organisation erfasst, wie das Datum der Ausgründung, die Forschungsfelder und die universitätsinternen Organisationseinheiten aus denen die Ausgründung hervorgegangen ist.
Im Bereich Preise und Auszeichnungen haben die Universität sowie die Wissenschaftler*innen selbst die Möglichkeit herausragende und ausgezeichnete Leistungen hervorzuheben. Der Bereich enthält Metadaten, wie bspw. Preisgelder, verleihende Organisation, Zielgruppen, etc. zu bestimmten Preisen (Heinz Maier-Leibnitz-Preis, ERC-Grants, Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, u.v.m.) sowie Informationen zu Preisempfänger*innen, zum Forschungsfeld und ggfs. zur Platzierung.
Im Bereich Forschungsinfrastruktur finden sich Labors, Geräte und andere Ressourcen, wie bspw. Literatursammlungen, sowie Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen der Universität selbst, aber auch der Fakultäten und Institute, die für die Forschung zur Verfügung stehen.
Es werden Daten zur Nutzung, zu Zugangsrechten, zur Verbundbetreibung und zu daraus entstandenen Publikationen erfasst.
Im Bereich Promotionen und Habilitationen können Datensätze der jeweiligen Promotions- und Habilitationsverfahren an der Universität erfasst werden. Die Daten umfassen u.a. den Zeitraum, die Forschungsfelder, Kooperationspartner und beteiligte Organisationseinheiten sowie Angaben zu strukturierten Promotionsverfahren an der eigenen Einrichtung.
Weitere Informationen zum FIS
Zeitstrahl zum Projekt FIS@UPB:
- 01/2016: Der Wissenschaftsrat empfiehlt den Kerndatensatz Forschung (KDSF) zur Erfassung von Forschungsinformationen in Deutschland.
- 12/2017-06/2018: IST-Stand-Erfassung an der UPB nach dem Motto "Fit für KDSF?" durchgeführt von der Landesinitiative CRIS.NRW
- 06/2022: Offizieller Start des Projekts "FIS@UPB" zur Einführung eines Forschungsinformationssystems and der UPB
- 03/2023: Die UPB bekommt das erste FIS-Testsystem, das nun auf die Bedarfe der UPB konfiguriert werden kann.
- 03/2024: FIS-Betatest - Alle Fakultäten sind eingeladen, die FIS-Bereiche "Projekte" und "Publikationen" in einem ersten Betatest auf Ihre Bedarfe hin zu testen. Die Ergebnisse fließen in die finale Konfiguration des Systems ein.
- 02/2025: Übergang in den Livebetrieb mit dem Bereich "Projekte". Es ist nun möglich, dass Nutzer*innen ihre Projekte im FIS anlegen und die dazugehörige Drittmittelanzeige elektronisch stellen.
Der Kerndatensatz Forschung (KDSF) ist ein Standard für die Erfassung von Forschungsinformationen. Der KDSF stellt somit keinen Datensatz im eigentlichen Sinne dar, sondern beschreibt ein einheitliches Regelwerk zur Erfassung, Verarbeitung und Austausch von Forschungsinformationen an Hochschulen, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Ziele sind eine Harmonisierung dieser Informationen in der deutschen Wissenschaftslandschaft, die Vereinfachung der Berichterstattung für wissenschaftliche Einrichtungen und die Unterstützung bei der Verarbeitung von Forschungsinformationen.
Das Forschungsinformationssystem an der UPB basiert auf der Software HISinOne RES der HIS eG und wird auf die Bedürfnisse und Anforderungen der UPB angepasst. Dabei arbeitet das FIS-Team mit der Landesinitiative CRIS.NRW zusammen. Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstützt die Landesinitiative CRIS.NRW Hochschulen in NRW bei der Umsetzung des KDSF (Kerndatensatz Forschung) und der damit einhergehenden Implementierung eines Forschungsinformationssystems. Angesiedelt ist die Landesinitiative an der Universität Münster. CRIS.NRW unterstützt und begleitet das Projekt FIS@UPB u.a. durch Beratung, Bereitstellung einer erprobten Methodik, technischen und fachlichen Support, sowie durch Vernetzungs- und Schulungsangebote.
Mithilfe des FIS werden Informationen über Forschungsaktivitäten in einem zentralen System gepflegt, gebündelt und präsentiert. Dies erleichtert nicht nur Dokumentationstätigkeiten und Berichterstattungen, sondern ermöglicht auch eine verbesserte Darstellung der Forschungsleistungen sowie der Expertise Forschender nach außen. Mit der Einführung des FIS verfolgt die UPB daher u.a. folgende Ziele:
- Ausschöpfung des Potentials von Forschungsinformationen zugunsten der strategischen Weiterentwicklung der UPB als Forschungsstandort
- Das FIS dient dazu, das Forschungsportfolio der UPB zu überblicken und zu verwalten und ist damit die zentrale Informationsquelle zur strategischen Weiterentwicklung der Forschung an der UPB.
- Die Bündelung der Forschungsinformationen im FIS ermöglicht somit eine verbesserte Forschungsplanung und Planung größerer Projekte.
- Die Dokumentation von Forschungsfeldern und Kooperationspartner*innen unterstützt bei der Vernetzung von Forschenden.
- Forschungsberichterstattung nach außen und innen
- Das FIS hält Forschungsinformationen gemäß den Spezifikationen des KDSF vor und erleichtert damit die Umsetzung der Berichtspflicht nach KDSF, z.B. Ministerien des Bundes und des Landes NRW.
- Das FIS hält darüber hinaus erweiterte Forschungsinformationen vor, die in Art und Umfang auf die Bedarfe der UPB angepasst sind.
- Forschungsberichte sollen gemäß festzulegender Kriterien standardisiert und automatisiert erstellt werden können.
- Verbesserte Sichtbarkeit und konsistente Außendarstellung von Forschungsaktivitäten
- Das FIS wird die zentrale Datenbasis zur Integration von forschungsrelevanten Informationen (Metadaten) in den Webauftritt der UPB – sowohl auf zentralen Websites der UPB sowie auf den individuellen Websites der Forschenden.
- Das FIS ermöglicht eine aktuelle Außendarstellung von Forschungsaktivitäten und die Verknüpfung von Informationen (Publikationen, Projekte, Infrastruktur, Kooperationen, usw.).
Als Wissenschaftler*in profitieren Sie von einer übersichtlichen Darstellung Ihrer Forschungstätigkeiten an zentraler Stelle – sowohl nach innen als auch nach außen. Die Informationen im FIS können Sie zur Vernertzung mit anderen Wissenschaftler*innen nutzen und zusätzlich in gängigen Formaten exportieren z.B. zur Erstellung von Publikationslisten. Außerdem können Sie die papierlose Drittmittelanzeige direkt auf Basis des Projekts im FIS stellen.
Als Mitarbeiter*in der zentralen oder dezentralen Verwaltung bietet Ihnen das FIS eine aktuelle, standardisierte Datenbasis an zentraler Stelle. Forschungsstatistiken und Berichte sollen zukünftig auf “Knopfdruck” erstellt werden können.
Neues vom Forschungsinformationssystem

Das Forschungsinformationssystem (FIS) der UPB ist am 03.02.2025 in den Livebetrieb gestartet! Einführungsworkshops werden zukünftig einmal pro Semester in Zoom stattfinden. Für Fragen rund um das FIS bieten wir im März 2025 Live-Sprechstunden in Zoom an.
Die Zugangsdaten finden Sie auf unserer Confluence-Website.
Einführungsworkshop | Do., 08.05.2025 | 13:00 Uhr - 14:30 Uhr |
Aktuelle News:
- Die Drittmittelanzeige kann ab sofort über das FIS gestellt werden.
- Aus der Projektdatenbank wurden 1031 Projekte der UPB in das FIS übertragen. Viele davon haben noch keine Forschungsfelder und Fachgebiete. Eines davon könnte Ihres sein! Überprüfen Sie bitte Ihre Projekte im FIS und fügen Sie die passenden Klassifikationen hinzu.
- Die Bereiche “Publikationen” und “Patente” befinden sich derzeit in der Konfiguration und werden in den kommenden Updates freigeschaltet.
Bitte beachten: Zukünftig finden Sie alle aktuellen News auf unserer Confluence-Website.
Ihr Team für das Forschungsinformationssystem
Für alle Fragen rund ums FIS, schreiben Sie uns bitte eine Mail an: fis@upb.de
Zentrale Ansprechpersonen

> Europäische und nationale Forschungsförderung und -planung, Rechtsfragen der Forschung (SG 2.2)
Referentin - Forschungsreferentin & Projektkoordinatorin FIS@UPB
Büro: A3.229
Telefon: +49 5251 60-4411
E-Mail: nadine.mueller@zv.uni-paderborn.de

> Zentrum für Informations- und Medientechnische Dienste (ZIM)
Projektmanagement
Büro: N5.134
Telefon: +49 5251 60-3474
E-Mail: christian.ritter@uni-paderborn.de

> Europäische und nationale Forschungsförderung und -planung, Rechtsfragen der Forschung (SG 2.2)
Referentin - Forschungsreferentin
Büro: B2.229
Telefon: +49 5251 60-4467
E-Mail: juliane.theiss@uni-paderborn.de
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