Die Berichtsrunden 2009 - 2013

Im Rahmen der „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG“ waren die Mitgliedshochschulen aufgefordert, in drei Runden Berichte zur Umsetzung der Gleichstellungsstandards einzureichen. Diese wurden von einer Arbeitsgruppe bewertet.

Die Universität Paderborn beteiligte sich an allen drei Berichtsrunden. Alle drei Berichte wurden von der DFG in die höchste Bewertungsstufe eingeordnet. Damit bescheinigt die DFG der Universität Paderborn ein erfolgreich etabliertes Gleichstellungskonzept mit innovativen Ansätzen.

Vorgehen von 2013 - 2017

Die Mitgliederversammlung der DFG hat am 3. Juli 2013 ein Maßnahmenpaket verabschiedet, welches einen stärkeren Fokus auf die zahlenmäßige Entwicklung der Frauenanteile setzt. Insbesondere die Postdoc-Phase und das Berufungsgeschehen werden als entscheidende Stellen im Karriereverlauf gesehen, auf denen bei den weiteren Bemühungen ein Fokus zu legen sei. Zu diesem Maßnahmenbündel gehört eine jährliche Abfrage bei den Mitgliedshochschulen zu den Frauenanteilen auf den verschiedenen wissenschaftlichen Karrierestufen, die erstmals 2014 gestartet wurde.

2017 hat eine von der Mitgliederversammlung eingesetzte Arbeitsgruppe Empfehlungen für die Fortführung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards erarbeitet. Diesen haben sich die Mitglieder der DFG in ihrer Sitzung im Juli 2017 angeschlossen und ihre Selbstverpflichtung erneuert. Angesichts der positiven Entwicklungen in der Gleichstellung der Universitäten sollen die Berichte zur Umsetzung der Standards verschlankt werden. Die Mitglieder sollen künftig alle zwei bis drei Jahre qualitative Berichte zu wechselnden Schwerpunkthemen einreichen.

Zusätzlich zur Fortsetzung der „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG“ verabschiedeten die Gremien die Ausarbeitung eines qualitativen Gleichstellungskonzepts und seine Umsetzung bis Ende 2018. Bei der Erstellung des Gleichstellungskonzepts will die DFG ihre Förderverfahren und -instrumente auf mögliche strukturelle Hemnisse hin untersuchen und die Gleichstellung von Frauen und Männern durch geeignete Maßnahmen fördern. Darüber hinaus soll das Förderhandeln auf die Aspekte Karriere und Personalentwicklung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Partnerschaft oder Familie geprüft werden.  Als erste konkrete Maßnahmen beschlossen die Gremien etwa für das Emmy Noether-Programm die Abschaffung der zwölfmonatigen Residenzpflicht im Ausland sowie die Einführung eines zweckgebundenen Familienzuschlags für Kongress- und Forschungsreisen. Darüber hinaus sollen Frauen in allen Verfahren stärker an den Begutachtungsprozessen beteiligt werden. 

Bereits im März 2017 hatte die DFG für ihre Entscheidungsgremien und deren Untergremien einen Zielwert von 30 % Wissenschaftlerinnen beschlossen. Diese Zielzahl bezeichnet die DFG als ambitioniert, weil die deutlich über den derzeitigen Professorinnenanteil von 22 % hinausgeht.

Qualitatives Berichtswesen seit 2018

Die Mitgliederversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat 2018 eine qualitative Berichtspflicht beschlossen. Ziel des qualitativen Berichtswesens ist die Etablierung eines offenen Erfahrungsaustausches zwischen den Mitgliedseinrichtungen zu den jeweiligen, von diesen gewählten Schwerpunktthemen. Dabei wird der Einbezug erfolgreicher und weniger erfolgreicher Praxisbeispiele einschließlich ihrer Rahmenbedingungen – basierend auf dem Gedanken des kollegialen Voneinanderlernens – als besonders zielführend erachtet. Die gewählten Schwerpunktthemen sollen die Mitgliedseinrichtungen zur (Selbst-)Reflexion anregen und ihre Organisationsentwicklung unterstützen. Je Berichtszyklus wird ein von der DFG organisierter, eintägiger Workshop stattfinden, deren Adressat die Hochschulleitungen sind.

Für die erste Berichtsrunde 2018-2020 hat die Universität Paderborn  Berichte zu den Schwerpunktthemen „Entlastung von Wissenschaftlerinnen für die Gremienarbeit“ und „Rekrutierungsverfahren zur Gewinnung von Wissenschaftlerinnen“ erstellt. In der zweiten Berichtsrunde 2020-2022 folgten Berichte zu den Schwerpunktthemen "Erhöhung des Frauenanteils in der Postdoc-Phase" und "Umgang der Hochschulen mit dem Thema Vielfältigkeit/Diversität".

Informationen zum aktuellen Umsetzungsetzungprozess finden Sie auf der Webseite der DFG.

DFG Deut­sche For­schungs­ge­mein­schaft

Hier finden Sie weitere Informationen zu den"Forschungsorientierten Gleichstellungs- und Diversitätsstandards der DFG".

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Stel­lung­nah­me der UPB zu den „For­schungs­ori­en­tier­ten Gleich­stel­lungs­stan­dards der DFG" (2009)

PDF-Dokument mit einer umfangreichen Stellungnahme der Universität Paderborn

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Zwi­schen­be­richt zur Um­set­zung der „For­schungs­ori­en­tier­ten Gleich­stel­lungs­stan­dards der DFG“ (2011)

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Ab­schluss­be­richt zur Um­set­zung der „For­schungs­ori­en­tier­ten Gleich­stel­lungs­stan­dards der DFG“ (2013)

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In­stru­men­ten­kas­ten der DFG

Mit einem Instrumentenkasten informiert die DFG über Maßnahmen zur Erhöhung der Chancengleichheit in der Wissenschaft.

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